1. Herren erkämpfen sich Unentschieden

In einem turbulenten Spiel zeigen die 1. Herren zwei Gesichter. Dank einer konsequenten und guten zweiten Halbzeit kämpft sich die Mannschaft noch zu einem 3:3-Unentschieden und einem Punkt gegen die Falkenthaler Füchse.
Im Ergebnis gerechtfertigt, aber trotzdem zu wenig, für ein Team, dass sich unter den Top-5 platzieren möchte.

Im ersten Heimspiel der neuen Saison war das Ziel der Mannschaft um das Trainerteam Matthias Händler und Tilo Nawrazala klar: Heimsieg. In den vergangenen drei Jahren war Wandlitz zwar Zuhause immer besser als in der Ferne, trotzdem mussten immer wieder Punkte abgegeben werden.

Nach dem 2:1-Auftaktsieg ging die Mannschaft mit breiter Brust in die Partie mit den Falkenthaler Füchsen gegen die in der Vergangenheit fünf von neun Spielen gewonnen werden konnten.

Wie schon im ersten Spiel schaffte es die Mannschaft nicht, von Beginn an hellwach zu und zeigte eine eher mäßige erste Hälfte. Mit vielen Fehlern im Spielaufbau, vielen Ballverlusten und einer ganz schwachen Passquote machten die 1. Herren sich das Spiel selber schwer. Auf der anderen Seite präsentierte sich ein Falkenthaler Team, das sehr tief stand und viel auf lange Bälle setzte und das den schwachen Wandlitzer Start für sich auszunutzen wusste. Nach einem kurz ausgeführten Eckball rückten die Wandlitzer zwar gut raus, vergaßen dabei aber völlig den Blick für Ihre Gegenspiel, sodass Toni Schindler in der 8. Minute frei vorm Tor einköpfen konnte. Nur sechs Minuten später stand es dann 0:2, als Wandlitz den Ball auf der linken Seite nicht erobern konnte die Hereingabe von Robert Reimann nur noch eingeschoben werden musste.

Die rund 75 Zuschauer in der Wandlitzer Eintracht-Arena sahen in der Folge ein munteres, aber zerfahrenes Spiel. Wandlitz kämpfte mit den schon genannten Problemen, konnte aber in der 18. Minute einen Elfmeter für sich herausholen. Da der etatmäßige Schütze Felix Fritzsche auf der Bank saß, durfte Adrian Fischer ran, der souverän zum 1:2-Anschluss verwandelte. Das Tor verschaffte der Mannschaft jedoch keine Sicherheit, sodass Falkenthal in der 26. Minute auf 1:3 erhöhen konnte.

Der weitere Verlauf aus Hälfte eins ist schnell erzählt: Wandlitz verteidigte schlecht, Falkenthal fehlte die Qualität Fehler auszunutzen und zu bestrafen, das 1:3 zur Pause also hochverdient.

Die Halbzeitansprache wurde dann nicht nur emotional, sondern auch laut – sollte aber ihre Früchte in der zweiten Halbzeit getragen haben.

Nach der Pause kam nicht nur Felix Fritzsche für Florian Liebig, es zeigte sich auch eine ganz andere Wandlitzer Mannschaft. Das Team konzentrierte sich auf gradlinigen und zielstrebigen Fußball und schaffte es nun Falkenthal ihr Spiel aufzuzwingen. In der 50. Minute stand Marcel Petrahn nach feinem Pass von Paul Roller frei vorm Falkenthaler Tor und versenkte wohne nachzudenken zum erneuten Anschluss. Nur fünf Minuten später hieß es dann wieder Elfmeter für Wandlitz, den Felix Fritzsche sicher und überlegt zum 3:3-Ausgleich verwandelte.

Das Spiel war gedreht und Wandlitz jetzt die bessere Mannschaft. Viel Laufbereitschaft und viel Ballbesitz ermöglichten es, den Gegner in dessen Hälfte einzuschnüren. Wandlitz kam immer wieder zu teils hochkarätigen Chancen, kämpfte aber mit mangelnder Chancenverwertung. Am Ende blieb es beim 3:3-Unentschieden und der Punkteteilung.

Im Zusammenspiel beider Halbzeiten kann man von einem gerechten Ergebnis sprechen, wobei die Wandlitzer Mannschaft es in der zweiten selbst in der Hand hatte das Spiel für sich zu entscheiden. Nach zwei Spielen steht das Team mit vier Punkten auf Platz 6, wobei die Tabelle noch nicht allzu aussagekräftig ist – Platz 1-6 haben allesamt vier Punkte auf dem Konto.

Am kommenden Wochenende trifft auf den Schönower SV. In 16 Spielen gegeneinander setzte es neun Niederlagen, bei nur 3 Siegen. Schönow ist mit zwei Niederlagen überaus schlecht in die Saison gestartet und wird auf Wiedergutmachung aus sein. Die Mannschaft sollte also hinreichend gewarnt sein, wird aber natürlich alles daran setzen die nächsten drei Punkte heimzufahren.

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Florian Schweitzer

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